Ökostromprodukte der Hamburg Energie unter Beschuss

Hamburg Energie in Kritik

Die "Hamburg Energie" wird mittlerweile auch von politischer Seite kritisiert.

Die billigen Ökostromtarife der Hamburg Energie werden weiterhin kritisiert. Neben Handelskammer und Lichblick AG melden sich jetzt auch andere Stromanbieter und die Politik zu Wort.

Die Lage in Hamburg spitzt sich zu: Der regionale Stromanbieter „Hamburg Energie“ wird schon seit einiger Zeit wegen der „zu niedrigen“ Ökostromtarife angegriffen. Die Kritik richtet sich vor allem gegen die Unwirtschaftlichkeit eines solchen Kampfpreises. Mehrere Seiten, darunter die Handelskammer und der bundesweite Ökostromanbieter Lichblick AG (Hauptsitz in Hamburg), haben sich bereits zu Wort gemeldet. Jetzt ergreifen auch noch die Stromriesen Vattenfall und E.on das Wort: „Auch unsere Berechnungen ergeben, dass Hamburg Energie im Strombetrieb Verluste einfahren müsste. Damit würde der Wettbewerb ausgehebelt. Das ist nicht in Ordnung.“, so Vattenfall-Sprecher Daniel Kleimeier in einem Interview mit der Tageszeitung „Welt“.

Die Vermutung liegt nahe: Die Hamburg Energie kann ihr Ökostromprodukt unter dem Marktpreis ansetzen, da sie vom staatseigenen Mutterkonzern „Hamburg Wasser“ durch günstige Kredite und Bürgschaften gestützt wird. Sollte dies zutreffen, dann würde der günstige Ökostromtarif von den SteuerzahlerInnen in Hamburg „mitsubventioniert“ werden.

Die Hamburg Energie bestreit die Vorwürfe. Jetzt schaltet sich auch die Politik ein: Von CDU und FDP wird eine Untersuchung seitens des Landesrechnungshof gefordert.

Lesen Sie mehr über grünen Strom in Hamburg in unserem Artikel Ökostrom in Hamburg.

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